Heute Vormittag war ich im Wald. Die Sonne schien so herrlich, dass ich die Zeit an der Luft verbrachte und meinen Vitamin D- Tank füllte. Hin und wieder traf man auf Menschen, doch jeder blieb für sich. Keine Ansteckungsgefahr.

Derzeit erlebe ich um mich herum eine Unsicherheit. Das Coronavirus bringt ein großes, funktionierendes System ins Wanken. Das öffentliche Leben wird eingeschränkt, Hamsterkäufe werden getätigt und die Wirtschaft erstellt schlechte Prognosen. Wir Menschen haben die Dinge so gerne unter Kontrolle. Doch die Verbreitung dieses Virus lässt sich schlecht kontrollieren.

Hier im Wald beginne ich meinen Blick auf etwas anderes zu lenken. Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf. Vogelgezwitscher, ein Buntspecht hämmert, ein Bachlauf plätschert dahin. Und überall zwischen dem Laub des Vorjahres entdecke ich die ersten Frühlingsblüher. Die Bäume bilden Blatttriebe.

Und mir wird neu bewusst. Auch die Natur haben wir Menschen nicht unter Kontrolle. Nichts kann ich dazu beisteuern, damit der Kreislauf des Lebens weiterbesteht. Doch Jahr für Jahr sorgt Gott dafür, dass der Frühling einkehrt und neues Leben entsteht.

Mir wird klar: Ich brauche mich nicht davon verunsichern lassen, wenn sich Dinge meinem Machtbereich entziehen. Denn ich glaube an einen guten und allmächtigen Gott. Es gibt nichts, was er nicht unter Kontrolle hat. Mit diesem Gott an meiner Seite brauche ich auch in Zeiten von Corona nicht verunsichert sein.

Ich möchte dich ermuntern, aus dem Fenster zu sehen. Gerade in diesen Tagen dürfen wir überall entdecken, wie Gott seine Größe in unzähligen kleinen Frühlingswundern zeigt.