Wer bin ich und wenn ja wie viele? Der Bestseller-Buchtitel ging mir in den letzten Wochen nicht aus dem Kopf. Wer bin ich? Welche Rollen spiele ich, wie viele Rollen spiele ich? Bin ich (Ehe-)Mann, Papa, Arbeitnehmer, Hausmann, Sportler, Heimwerker, …? Ich bin Alain, verheiratet mit einer wunderbaren Frau, gesegnet mit zwei liebenswerten Kindern und einem gutem Job, ich habe viel Spaß an Sport und Bastle gerne, aber was ist meine Identität? Worüber definiere ich mich?

Das ist schwierig …

Die Krise verändert vieles. Sie nimmt dem Alltag seine Gewohnheiten, seine Struktur. Mein getakteter Tagesablauf verliert seinen Rhytmus. Manche Aufgaben macht die Krise überflüssig oder unmöglich, aber neue Aufgaben entstehen. Durch die fehlende Struktur habe ich das Gefühl, weniger Zeit als sonst zu haben.

Dafür bin ich dankbar …

Wenn der Rhytmus etwas in Stolpern gerät, muss ich mich wieder sammeln, auf den Takt hören, um wieder ins Spiel zu kommen. Dabei ergibt sich mir die Gelegenheit, Gewohntes in Frage zu stellen oder den Blick wieder aufs Wesentliche zu fokussieren, über meine Identität nachzudenken.

So erlebe ich Gott …

Ich erlebe meine Identität neu, meine Identität als geliebtes Kind Gottes. Das Bild eines liebenden Vaters, der sein kleines Kind schützend in den Armen hält, prägt sich mir immer mehr ein. Und es überwältigt mich zu Tränen zu spüren: Gott will mein Vater sein.