Heute war es zum 2. mal wieder so weit. Wir trafen uns zu einer kleinen Mehr-Generationen-Wanderung im Wildrosengarten der Fasanerie Zweibrücken. Der jüngste Teilnehmer war 16 Monate- der älteste 985 Monate alt 🙂 Wieder waren wir gespannt, ob das Wetter halten würde – und wieder regnete es vorher und hinterher – aber während der Zeit der Wanderung und des Picnics nicht!

Für die Kinder war eine „Schatzsuche“ vorbereitet. Diesmal, passend zu Erntedank, waren Kartoffeln, Äpfel, Zwiebeln am Wegesrand versteckt…später gab es für die gesammelten Werke eine Belohnung.

An 3 verschiedenen Stellen unterwegs gab es Impulse zum Thema „Pilgern“, „zurück zur Quelle“ und zum Psalm 139.

Pilgern kommt von dem Lateinischen „per agrum“- und heißt „übers Land ziehen“. Heute ist Pilgern wieder modern geworden. Menschen wollen zu dem zurückfinden, was ihnen wirklich wichtig ist, sich selbst und Gott finden. Alain erzählte, wie wichtig es ist, im Alltag immer wieder Ruhezeiten einzubauen, um den Anschluss an „die Quelle“ nicht zu verlieren. Danach teilte er kleine, handgeschnitzte Fische für den Schlüsselanhänger aus, zur Erinnerung an die Fische, die flussaufwärts schwimmen und voll Entschlossenheit einige Hürden überwinden, um zurück zur Quelle zu gelangen. Gott sagt in Jeremia 29,14 „Wer mich von ganzem Herzen sucht, von dem werde ich mich finden lassen.“

Den nächsten Impuls gab es an der Burg Ehrwoog. Den noch sichtbaren Grundriss könne man als ein Sinnbild für den Menschen sehen. Die Ringmauer als die äußere Erscheinung, wie er sich kleidet, oder wie sie sich gibt. Die Innenräume als verschiedene Räume der Seele. So wie man Gäste ins Wohnzimmer einlädt, so gewährt man Freunden manchmal einen kleinen Einblick in das, was in einem vorgeht – vieles aber sagt man niemandem. In Psalm 139, 13 heißt es : “ Du hast mich mit meinem Innersten geschaffen – im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet. Herr, ich danke dir dafür, dass ich so wunderbar gemacht mit!“ Gott kennt unser Innerstes und mit ihm dürfen wir durch unsere Seelenräume gehen und das, was uns ärgert, freut, Angst macht, benennen, gerne auch aufschreiben und hören, was er dazu sagt. Ps. 139,17 : „Wie überwätligend sind deine Gedanken für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele !“ Dazu braucht es Zeit, die sich lohnt zu investieren.

Zum Abschluss trafen wir uns wieder im Wildrosengarten zu einem Stehkaffee.